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Marie Mack

Ermordet wegen einer Erkrankung

Hohenzollernstraße 11

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Marie Mack, geborene Gaggstatter, lebte seit ihrer Heirat mit Karl Mack im Oktober 1915 in Ludwigsburg in der Hohenzollernstrasse 11. Sie war am 10. April 1893 in Roth am See geboren. Karl Mack stammte aus dem benachbarten Jagstheim. Er arbeitete als Zollsekretär in Ludwigsburg.

Ihre Tochter Ilse kam 1922, ihr Sohn Helmut 1924 zur Welt. Marie Mack war eine gute Hausfrau und zärtliche Mutter, berichtete ihr Mann. Doch ihr Verhalten hatte sich nach der schweren Erkrankung eines der beiden Kinder verändert.

Sie war durch die intensive Pflege entkräftet, litt unter Wahnvorstellungen und war suizidgefährdet. Nach Aufenthalten in der Heilanstalt Christophsbad in Göppingen und in der Nervenklinik in Tübingen stellten die behandelnden Ärzte eine schizophrene Erkrankung fest, ohne Aussicht auf Besserung oder Heilung.

Marie Mack konnte nicht mehr zur Familie nach Ludwigsburg zurückkehren, um die kleinen Kinder zu versorgen. Im Juni 1925 wurde sie von der Nervenklinik Tübingen in die Heilanstalt Weinsberg überwiesen und verbrachte ihr Leben dort als Patientin bis zum Januar 1940.

In der Patientenakte Marie Macks wurde am 25. Januar 1940 vermerkt: „ungeheilt entlassen“.

An diesem Tag wurden erstmals Patienten der Heilanstalt Weinsberg in die Tötungsanstalt Grafeneck verbracht. Unter den 55 Menschen befand sich auch Marie Mack.

Sie wurden nach ihrer Ankunft durch Giftgas ermordet.


Gudrun Karstedt

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