Stolperstein-Konzept

Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat inzwischen über 40.000 kleine Gedenksteine in rund 700 deutschen und rund 50 weiteren europäischen Orten verlegt: Groß wie ein Pflasterstein, kurze biografische Daten eines Menschen, der von den Nazis umgebracht wurde, eingraviert in eine Messingplatte, das Ganze eingelassen in den Boden vor dem letzten Zuhause der betreffenden Frau oder des betreffenden Mannes.

So entsteht ein Netzwerk des Erinnerns dort, wo NS-Verbrechen ihren Ausgangspunkt nahmen – direkt vor unseren Haustüren.

Auch in Ludwigsburg wohnten viele Menschen, die Opfer der Nazis wurden. Wegen ihrer Abstammung, wegen ihrer Überzeugung oder weil sie anders waren, als die herrschende Engstirnigkeit und Engherzigkeit es wollten. Um an diese Menschen zu erinnern, werden auch hier «Stolpersteine» verlegt.

Damit die Mörder ihr Ziel nicht erreichen,
diese Menschen ganz auszulöschen.

Damit diese Menschen uns
an Toleranz und Menschlichkeit erinnern –
damit neue Nazis keine Chance haben,

damit wir totalitären Tendenzen
mit Zivilcourage entgegentreten.